EIGER ULTRA TRAIL E101 #42

Der Weg dahin...

…es wird langsam ernst, immer näher kommt meine bislang größte läuferische Herausforderung.
Das Motto bei meinen seeehr langen Läufen lautet : so entspannt wie möglich so weit wie möglich mit maximal vielen Höhenmetern.
Und das klappt auch recht gut.
Am Freitag habe ich mir einen sechs Stunden Lauf vorgenommen. Von Anfang an ging es rein in die Steigung, mit kleinen energiesparenden Schritten konnte ich den Puls niedrig bei 75% HFmax halten, es war entspannend so die Natur zu genießen. Auch die Temperaturen waren sehr freundlich an diesem frühen Morgen.
Nach einer Stunde war der erste Gipfel erreicht, ich stellte mir den Wettkampf vor, wie ich mich beim flüssigen völlig lockeren Abwärtslaufen erhole und dennoch Zeit gut mache, gaanz kleine schnelle Schritte, federn mit den Füßen und den gebeugten Knien, nicht bremsen, effizient sein, sicher springen und dabei Spaß haben…und das Ganze konzentriert. Passt. Kann ich. Zumindest mal für fünf Kilometer, beim Eiger werden es 10 und mehr Kilometer werden, aber ich kann das.
Aber nach jedem Tal kommt ja erneut ein Berg, also rauf, wie gehabt locker und leicht. Dabei den Riegel aus dem Rucksack und verpflegen während ich berauf laufe, essen kann ich auch und trinken.
Genauso habe ich das sechs Stunden lang gemacht, Gehpausen nur sehr selten zum Orientieren oder wenn es ganz garstik steil war, angekommen bin ich nach 5 Stunden, 58 Minuten und 30 Sekunden – und ich habe es mir erspart noch 90 Sekunden auf dem Parkplatz rumzujoggeln. Habe mich relativ entspannt gefühlt.
DAS WAR EIN GUTER LAUF.

OT Comp – eine Granate zum Trailen